AWO im Kreis Unna         📞 02307 / 91221-0

Button Unna Appell

10.10.2016 | Die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Unna hat sich intensiv mit der Thematik der dauerhaften Ausgrenzung bestimmter Personen vom Arbeitsmarkt befasst. Ausgangspunkt war die Initiative der Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets, einen dauerhaft geförderten Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose aufzubauen.

„Die AWO unterstützt die Initiative ausdrücklich. Es ist aus unserer Sicht skandalös und menschenunwürdig, wenn in unseren Städten dauerhaft Menschen aus dem Arbeitsleben ausgegrenzt werden und Armut über Generationen vererbt wird.“, macht Unterbezirksvorsitzender Wilfried Bartmann die Haltung der AWO deutlich. Gerade Kinder und Jugendliche haben oftmals aufgrund dieser Lebenslage weniger Chancen auf gute Bildung und Teilhabe.

Die AWO um Kreis Unna fordert daher verstärkt arbeitsmarktpolitische Instrumente eines Sozialen Arbeitsmarkts, um gerade langzeitarbeitslosen Menschen Perspektiven zu ermöglichen. Es muss aus Sicht des Wohlfahrtsverbandes anerkannt werden, dass Menschen im Laufe ihrer Erwerbsbiografie Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt benötigen. Darüber hinaus gibt es einen Bedarf an entfristet geförderten Beschäftigungsmöglichkeiten für diejenigen, die keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz haben.

„Wir müssen davon weg kommen, Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Wir müssen Maßnahmen fördern, die Langzeitarbeitslosen zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verhilft und ihnen und ihren Familien eine bessere Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.  Für uns ist klar: wir wollen Arbeit finanzieren!“, so Geschäftsführer Rainer Goepfert.

 

Die AWO im Kreis Unna hat ihre Forderungen im Unnaer Appell deutlich gemacht, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

Weitere Meldungen zum Thema:

Arbeit statt Arbeitslosigkeit: AWO-Tochter „BILDUNG + LERNEN“ setzt Arbeitsmarktprojekt erfolgreich um

Maßnahmen zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit reichen nicht aus – Sozialer Arbeitsmarkt muss kommen!

Weitere Informationen zum Thema:

BILDUNG + LERNEN gGmbH

DasDies Service GmbH

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass trotz guter Wirtschaftslage im vergangenen Jahr bundesweit 14,7 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in Familien im Hartz IV-Bezug aufgewachsen sind. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Anstieg um 0,4 Prozent. Hier können Sie die Studie der Bertelsmann-Stiftung ansehen

 

Gegen Langzeitarbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung

Öffentlich geförderte Beschäftigung und integrierte Handlungskonzepte in kreativen Kommunen. Beitrag aus dem G.I.B.-Info 4/2015

 
 

Hinweis zu Cookies auf unserer Website
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen